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HE330 Hardware
Infrarot Texten - das Pocketop Keyboard

So gut Zeichenerkennung und virtuelle Tastatur des Handera auch sein mögen - umfangreichere Texteingaben gestalten sich auf dem Gerät schwierig. Also: Für längere Mails, Notizen oder gar Office-Dokumente muss eine externe Tastatur her. Dabei verspricht gerade das Infrarot-Keyboard der US-Firma Pocketop, eine interessante Option zu sein. Dass aber für den erfolgreichen Betrieb ein paar herstellerbedingte Schwierigkeiten auszuräumen sind, zeigt folgender Test.
 

Was man bekommt

Für stolze 100 Euro erhält man neben der Tastatur einen PDA-Halter mit ausklappbarem Spiegel und mehreren Adaptern, sowie eine Treiber-CD. Da letztere schnell veraltet sein kann, empfiehlt sich ein Besuch der Pocketop-Website. Dort gibt es Treiber für Palm OS 3.x - 4.1, viele Pocket PC-Spielarten, Symbian Smartphones und den auf Linux basierenden Sharp Zaurus 5500. In Sachen Handera zeigt sich allerdings eine Schwachstelle: Im Gegensatz zu anderen Palms wird die Bildschirmrotation vom Treiber nicht unterstützt. Was das für den Betrieb bedeutet, dazu später mehr.

Die Tastatur ist in zusammengeklapptem Zustand ungefähr genauso groß wie der Handera und macht aufgrund der Leichtmetall-Abdeckung einen sehr stabilen Eindruck, der nach dem Öffnen nur bestätigt wird. Die mehrfach belegten Tasten (US-Layout) sind fest und haben einen guten Druckpunkt. Klar sollte jedoch eines sein: Nur unter schmaleren Händen kann ein Keyboard mit den Massen 23 x 8 cm Spaß machen.

Die Energieversorgung befindet sich in Form eines Batteriefachs links oben an der Tastatur, gleich neben dem IR-Auge. Sie benötigt einen regulären 1,2 Volt AAA-Akku, wobei die Laufzeit (durchschnittliche Nutzung) bei ca. vier Monaten liegt. Die Abdeckung des Batteriefachs ist allerdings etwas fummelig und erfordert Geduld. Hier sei noch darauf hingewiesen, dass das Keyboard keine Arretierung besitzt und daher immer einen festen Untergrund benötigt.

Der PDA-Halter und seine verschiedenen Adapter sollen das Gerät in einem leichten Neigungswinkel aufrecht stellen, um dann über einen auszieh- und drehbaren Spiegel das IR-Signal von der Tastatur zum PDA zu leiten. Leider sind alle Komponenten des Halters aus Vollplastik und stehen somit qualitativ in keinem Verhältnis zur Güte der Tastatur. Der ausklappbare Fuß des Halters erweckt keinen vertraulichen Eindruck, da er unter dem Gewicht des Handera wegzukippen droht. Da keiner der Adapter für den Handera gemacht wurde, ist der "Halter" in seinem Fall faktisch auch nur eine Plastikscheibe, an die der PDA angelegt wird - eine völlig indiskutable Geschichte.

HandEra 330, Pocketop Tastatur und 2 Ablenk-Spiegel (Klick für großes Bild 194k )

Wie es funktioniert

Durch das beim Treiber fehlende Feature der Bildschirmrotation ist es leider nicht möglich, den Handera zu drehen, um so eine direkte Verbindung zum IR-Auge der Tastatur zu ermöglichen - außer man möchte auf dem Kopf stehend schreiben. Zudem verfügen viele Palm-Applikationen von Haus aus über keine selbständige Rotationsmöglichkeit. Das bedeutet: Der Nutzer ist eigentlich auf den PDA-Halter und seinen ausziehbaren Umlenkspiegel angewiesen. Dabei stellt dessen instabiler Fuß ein Problem dar, das nur auf eine Art zu lösen ist: Man verzichtet komplett auf dieses blöde Gimmick und lenkt das IR-Signal auf eine andere Weise um. Für eine dauerhafte und stabile Lösung ist allerdings etwas Bastelarbeit nötig.

Zur Umlenkung des IR-Signals habe ich im örtlichen Drogeriemarkt für 99 Cent einen rechteckigen Handspiegel (8,5 x 6 cm) erstanden und diesen mit einem hochtourigen kleinen Fräser horizontal durchgeschnitten. Achtung: Für solche Operationen ist unbedingt eine Schutzbrille erforderlich. Zudem sollte der Spiegel mit Klebeband bedeckt sein, um übermäßige Splitterungen zu verhindern. Die Schneidekanten der beiden Teilspiegel habe ich dann mit Isolierband versehen und auf die Rückseite der Reflektoren kleine Holzklötze geklebt - dem sicheren Stand wegen. Voilà: Meine Ersatz-Reflektoren waren fertig.

Die Ausrichtung der Umlenkspiegel geschieht mit etwas Übung recht problemlos. Der erste Reflektor befindet sich direkt oberhalb des Handera-IR-Ports und wirft das Signal auf den zweiten Spiegel, der auf der linken Seite des 330 positioniert wird. Von dort aus geht`s zur Tastatur. Bei der Ausrichtung der Spiegel kann man sich (eventuell) auch mit dem physikalischen Grundsatz helfen, wonach - bezogen auf die optische Achse des Reflektors - der Einfallswinkel eines Lichtstrahls gleich dem Ausfallswinkel ist. Sollte man das nicht wissen, ist`s auch nicht so schlimm. Fakt ist: Die Verbindung läuft stabil und erlaubt selbst ein leichtes Bewegen des Keyboards (nicht übertreiben!). Ein ebener und nicht allzu glatter Untergrund ist beim Tippen immer zu bevorzugen; alle, die gerne in holpernden Zügen arbeiten, sollten sich nach einer anderen Lösung umsehen.

HandEra 330 und Pocketop Tastatur in Aktion (Klick für großes Bild 248k )

Wie schon erwähnt ist die Qualität der Tastatur überzeugend, was sich nach etwas Übung in einem angenehmen Schreibgefühl niederschlägt. Flottes Texten ist kein Problem. Mit andern Worten: Der Level eines Psion S5 wird erreicht - und das heißt ziemlich viel. Dabei geschieht die Texteingabe über die IR-Verbindung ohne merkbare Zeitverzögerung.

Interessant sind auch die Hotkey-Funktionen der Tastatur, die bestimmte Teile des Handera steuerbar machen. So kann man beispielsweise durch die verschiedenen Applikationen scrollen, Menü-Leisten aufrufen, die Suchfunktion aktivieren, Befehle bestätigen, die Hintergrundbeleuchtung bedienen und den Handera abschalten. Nach kurzer Zeit schon haben sich die Hotkeys bequem in den Arbeitsfluss integriert. Dennoch: Ganz auf den Stylus kann man bei der Arbeit mit dem 330 in keinem Fall verzichten.

An der Stelle noch ein Wort zum Sharp Zaurus 5500. Dessen Keyboard-Treiber unterstützt auch keine Rotation. Diese soll jedoch mit bestimmten Zusatzapplikationen möglich sein - ich habe die ebenfalls über die Pocketop-Website erhältlichen Programme unter Sharp OS 3.1 allerdings nie zum Laufen gebracht. Macht aber nix: Da der Zaurus sein IR-Auge auf der linken Gehäuseseite hat, lässt sich die Tastatur mit nur einem Reflektor ansprechen. Die Resultate sind ebenso gut, wie beim Handera. Auch ein paar Hotkey-Funktionen lassen sich ausführen. Doch Vorsicht: Ein zu starkes Beanspruchen der Hotkeys kann einen Reset zur Folge haben.

Sharp Zaurus und Pocketop Tastatur in Aktion (Klick für großes Bild 203k )

Was bleibt

Wer vor einer leichten Bastellösung zurückschreckt, der sollte die Finger von dem Keyboard lassen, da der mitgelieferte Umlenkspiegel ein echter Knieschuss ist (und somit ist er es auch nicht wert, hier auf einem Photo abgebildet zu werden). Wer jedoch selbst ein paar Reflektoren herstellen will, der findet in der Tastatur ein nützliches und stabiles Tool. Ich bin des öfteren mit dem Rucksack unterwegs, wobei der Handera, das Psion IR-Modem und die Pocketop-Tastatur zu ständigen Begleitern geworden sind. Unterwegs Dokumente bearbeiten, Notizen machen und Mails schreiben funktioniert prima, womit für mich auf kleinstem Raum die Ansprüche an einen mobilen Computer erfüllt sind.

Ein gutes Argument für die Tastatur ist auch die Kompatibilität zu den unterschiedlichsten Palm-Typen, wobei jedoch OS 5.0-Geräte bislang nicht unterstützt werden (Stand: November 2003). Mit meinem Palm V kann ich den Bildschirm rotieren lassen und somit eine direkte IR-Verbindung zur Tastatur herstellen. Nebenbei bemerkt: Selbst wer sich die Tastatur nicht zulegen will, sollte sich als User eines "echten" Palms den stabil laufenden Treiber installieren, da das Rotationsfeature unabhängig vom Keyboard funktioniert.

Tastaturlayout (Klick für großes Bild 165k )

Oliver Huebner

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© Thomas (Töm) Dornscheidt
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