|Das Forum330.de
WSConvGUI 1.72
T3AgendaBG 3.2a
 

Menü FORUM330.de Hardware Software Forum Entwicklung Gästebuch PUG NE/D Kontakt News Startseite zum Impressum

Wo bin ich ?
 -Startseite
 --Hardware
 ---IR-Modem



 
Für eine Spende
hier klicken:

Mein Wunschzettel bei Amazon


domain-recht.de: Online-Ratgeber rund um Domains

Host Europe - World Class Internet Hosting

Conrad Electronic

Dropbox 2GB Onlinespeicher gratis

HE330 Hardware
Via Infrarot ins Internet - das Psion 56k Travel Modem

Outdoor: mit einer Kabelverlängerung im Garten (Klick für großes Bild 143k)Wer sich ein bisschen mit der Handheld-Geschichte beschäftigt hat, der wird unweigerlich auf den Namen der britischen Firma Psion gestoßen sein. Bevor Psion vor ca. zwei Jahren die Produktion von Consumer-Handhelds eingestellt hat und sich voll auf den Industrie-Bereich konzentrierte, zeichnete sich die Firma beispielsweise für die Herstellung des legendären S5 aus - ein Handheld der auch heute noch in Sachen Stabilität und Tastatur-Komfort Maßstäbe setzt. Natürlich lieferte Psion auch allerhand Accessoires aus - so beispielsweise das mit dem Infrarot-Port des Handhelds kommunizierende 56k Travel Modem.
 

Kompatibilität

Ich hatte mir das tropfenförmige Modem ursprünglich für den Psion S5 zugelegt und bald gemerkt, dass es auch an meinen Palm-Handhelds (Palm V und Handera 330) prima funktioniert. Vorsicht: Wer das Modem zusammen mit älteren Palms verwenden will, der muss auf OS 3.3 upgraden - ein Problem, das sich jedoch für den Handera 330 nicht stellt. Pocket PCs werden - so denke ich - generell nicht unterstützt; ein Test mit dem HP Jornada schlug jedenfalls fehl. Der mit Linux operierende Sharp Zaurus erkennt das Modem ebenfalls, hält jedoch selbst unter der Sharp OS-Version 2.38 keine konstante Verbindung aufrecht - wie es unter OpenZaurus aussieht, weiß ich nicht..
 

Praxis

Die stabilste Verbindung entsteht, wenn man das an der spitz zulaufenden Seite des Modems sitzende IR-Auge ca. 10-20 cm vom IR-Port des Handhelds positioniert. Abhängig vom Lichteinfall oder dem Schicksal sind auch bis zu 50 cm drin - eine Distanz, die jedoch nicht zu empfehlen ist. Der Verbindungsaufbau liegt bei 30-45 Sekunden und ist damit okay. Über die Wähl-Aktivität und den Datenfluss informiert das Blinken der Data-LED auf der Modem-Oberseite, wobei selbstredend das beiliegende Standard-Modemkabel von der Stirnseite aus mit der Telefonbuchse verbunden sein muss. Was die Übertragungsgeschwindigkeit anbelangt, so steht das IR-Modem handelsüblichen 56k-Geräten in nichts nach. Nach meiner Erfahrung bedeutet das jedoch auch, dass die versprochenen 56 kBit/s nie ganz erreicht werden.
 

Setup

Palms ab OS 3.3 sind mit einer leicht zu bewerkstelligenden Konfiguration auf der sicheren Seite. So habe ich beim Handera 330 unter der Rubrik preferences / connection einen neuen Unterpunkt mit dem Namen ir angelegt und folgende Einstellungen vorgenommen:

connection method:ircomm to modem
dialing:touchtone
volume:low
unter details:
speed:57.600 bps
flow control:automatic
init string:at&f

Energieversorgung

Am besten fährt man mit zwei handelsüblichen 1,2 Volt Akkus (AA), die auf der Unterseite des Modems eingelegt werden. Alternativ dazu und auf Kosten der Mobilität lässt sich auch das externe Psion-Netzgerät (6V/1A) an der Stirnseite des Modems einstöpseln. Möglicherweise sind Netzteile anderer Hersteller, die über die selben Leistungsdaten verfügen, ebenfalls zu gebrauchen. Der Energieverbrauch des Modems ist abhängig von der Nutzungsintensität. Wenn ich im Akku-Betrieb täglich 2-3 mal Mails checke und jeweils einen kurzen Surf durchs Web veranstalte, dann erstirbt die Power-LED auf der Modem-Oberseite nach 5-7 Tagen.
 

Kritikpunkte

Gewöhnungsbedürftig an dem IR-Modem ist der Ein- / Aus-Schalter auf der Oberseite. Dieser ist aus Gummi, verfügt über keinen richtigen Druckpunkt und muss jeweils ca. 1-2 Sekunden betätigt werden - was damals von Psion als Transportsicherung verkauft wurde. Ein kleines Gimmick ist der winzige Lautsprecher auf der Modem-Unterseite zur Übertragung des Wähltons; bei meinem Modell funktioniert dieser eh` nur, wenn er lustig ist. Letztlich sei noch auf die Möglichkeit hingewiesen, das Modem mit einem speziellen Kabel von der Stirnseite aus mit einem Handy zu verbinden. Ein solches Kabel musste damals bei Psion gesondert geordert werden und war sowieso nur für mittlerweile wohl verblichene Handy-Typen zu gebrauchen. Ich selbst habe diese Option nie wahrgenommen.
 

Fazit

Ich benutze das Psion 56k Travel Modem seit ca. drei Jahren mit verschiedenen Handhelds und möchte es nicht mehr missen. Es tut, was es tun soll und ist stabil gebaut. Mit einem Preis von knapp 300 DM war das Ding damals schweineteuer - mittlerweile findet man es im Netz als Neugerät für unter 80 Euro. Wer ein plattformübergreifendes Modem sucht, dass hoffentlich auch künftige Palm-Generationen unterstützen wird, dem sei das Psion 56k Travel Modem empfohlen.

Oliver Huebner

Größenvergleich: der Handera & das Psion-Modem (Klick für großes Bild 73k)
2 User online

 

Hardware  Software  Forum  Entwicklung  Gästebuch
PUG NE/D  Kontakt / Impressum  Startseite
Bitte beachten Sie unbedingt die rechtlichen Hinweise auf meiner Kontaktseite
Dies ist keine offizielle Seite von Palm oder HandEra.

© Thomas (Töm) Dornscheidt
Online seit 03.08.2001